Jedes am visuellen Arbeitsprozess beteiligte Gerät, von Kamera, Scanner über Monitor bis zum Druck, unterliegt gerätespezifischen, technischen und physikalischen Voraussetzungen, die eine individuelle Aufnahme (Scanner oder Kamera) oder Wiedergabe (Monitor oder Drucker) von Farben und Kontrasten hervorrufen. Man spricht von geräteabhängigen Farbräumen.
Das Farbmanagement beschäftigt sich mit diesen Farbräumen, ihrer Bestimmung und Verwaltung und ihrer Kommunikation untereinander.
Ein Farbraum ist dreidimensional und besteht aus einer Hülle innerhalb derer alle enthaltenen Farbtöne empfangen oder wiedergegeben werden sollten.
Die Ausdehnung der Hülle ist geräteabhängig.
Um Farbräume bestimmen zu können, wurde vor Jahren ein geräte- unabhängiger Farbraum definiert, der fast alle unserem menschlichen Sehempfinden wahrnehmbaren Farben umfasst. Da sowohl der Sender der Farbe, das Licht, als auch der Empfänger, der menschlich Sehapperat sehr komplexen physikalischen und biochemischen Prozessen unterworfen ist, war es nicht einfach diesen Masterfarbraum zu definieren. Er soll nicht nur alle uns sichtbaren Farben beinhalten, sondern bis in feinste Farbnuancen und –kontraste unserem Empfinden so nahe wie möglich kommen. Alle anderen Farbräume sollen in ihm Platz haben und durch seine genauen Farbkoordinaten bestimmbar werden.
Ein Licht-(Farbe)- zu-Auge Pendant  zum Geräusch (Sprache/Musik) zu Ohr Interpreten wie der Babelfisch aus „per Anhalter durch die Galaxis“ Seit 1999 arbeite ich mit spektralphotometrischen Messgeräten zur Bestimmung von Farbräumen. Ein gutes Spektralphotometer wie unser EyeOne Pro von Gretag Macbeth misst das reflektierte oder emmitierte Licht einer Farbe in dem für den menschlichen Sehapperat relevanten Wellenbereich von ca. 380 bis 700 Nanometer, begrenzt von Ultraviolett und Infrarot.


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